Kosten

Die Kosten für eine ambulante Psychotherapie werden in der Regel von den privaten Krankenkassen und Beihilfestellen übernommen. Dabei gilt die Gebührenordnung für Ärzte (GÖA), Abschnitt G, Psychotherapie (GOÄ-Ziffer 870; Steigerungsfaktor 2,3)*,**.

Kostenübernahme bei Privatpatienten:

Bitte klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, ob und in welchem Umfang Psychotherapie Teil in Ihrem laufenden Versicherungsvertrag ist. Diese Angaben sollten auch in Ihrer Versicherungspolice zu finden sein. Darin ist z.B. festgelegt, wie viele Stunden erstattet werden und ob ein Antrag auf Psychotherapie gestellt werden muss.

Die Beantragung der Psychotherapie und die damit verbundenen Formalitäten werden gemeinsam ausführlich im Erstgespräch geklärt.

Hier können Sie einen Termin vereinbaren.

Kostenübernahme durch Beihilfestellen:

Sind Sie im öffentlichen Dienst tätig, so übernimmt die Beihilfe Anteile der Psychotherapie. Der Antrag auf Psychotherapie wird nach den probatorischen Sitzungen bei der Beihilfe gestellt. Die dazu nötigen Formulare erhalten Sie bei Ihrer Beihilfestelle.

Die Beantragung der Psychotherapie und die damit verbundenen Formalitäten werden gemeinsam ausführlich im Erstgespräch geklärt.

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Selbstzahler, Paare und Familien:

Als Selbstzahler erübrigen sich die Reglungen der Antragstellung für Sie. Sie können ebenfalls frei über die Dauer der Therapie entscheiden.

Paar- oder Familientherapie werden von den Krankenkassen nicht übernommen und müssen selbst getragen werden.

Die Kosten für Selbstzahler richten sich ebenfalls nach der Gebührenordnung für Ärzte (GÖA), Abschnitt G, Psychotherapie (GOÄ-Ziffer 870; Steigerungsfaktor 2,3).* Für Paare und Familien fallen für 50min € 107.- an*. Wird die Sitzung nach Absprache verlängert, erhöht sich der Satz dementsprechend.**

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Kostenübernahme bei Gesetzlich Krankenversicherten:

Als Psychotherapeutin mit einer Privatpraxis kann ich nur über das sogenannte Kostenerstattungsverfahren mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen. Dies ist möglich, da ich eine Approbation als psychologische Psychotherapeutin und einen Arztregistereintrag der kassenärztlichen Vereinigung für Verhaltenstherapie habe.

Hierzu sollten Sie mit Ihrer Krankenkasse abklären, wie und ob Sie einen Antrag auf Kostenerstattung stellen können. Generell haben Sie einen Rechtsanspruch auf Kostenerstattung (§13 Abs. 3 SGB V).

Mögliches Prozedere Kostenerstattung bei gesetzlich Versicherten (entscheidet jede Krankenkasse individuell, bitte vorher abklären):

Zunächst einmal müssen Sie (max.) 5 Ablehnungen von Psychotherapeuten mit Kassensitz (Vertragspsychotherapeuten) sammeln. Mehr als fünf erfolglose Anfragen sind im Sinne einer humanen Krankenbehandlung nicht vertretbar. Sie erhalten z.B. von Ihrer Krankenkasse eine Übersicht über Vertragspsychotherapeuten in Ihrer Nähe. Meist reicht es als Nachweis, wenn Sie notieren, dass diese Ihnen innerhalb von 6 Wochen aufgrund von mangelnder Kapazität keinen Therapieplatz (nicht einen Termin für die Sprechstunde, sondern Beginn der Behandlung!) anbieten können (Name, Datum, Uhrzeit, Ergebnis des Telefonats). Gegebenenfalls benötigen Sie dies schriftlich vom absagenden Therapeuten. Das Sozialgericht bezeichnet längere Wartezeiten als sechs Wochen (in Einzelfällen drei Monate bei Erwachsenen) als unzumutbar.

Ihr Hausarzt, Psychiater oder Neurologe sollte Ihnen eine Notwendigkeitsbescheinigung ausstellen, die die Notwendigkeit und Dringlichkeit einer psychotherapeutischen Behandlung betont.

Anschließend stellen Sie einen formlosen Antrag auf Kostenerstattung, mit dem Sie bei Ihrer Krankenkasse die “Bewilligung von außervertraglichen probatorischen Sitzungen und einer Psychotherapie” beantragen. Die Notwendigkeitsbescheinigung und die Übersicht mit den Absagen der Vetragstherapeuten legen Sie bei.

Zusätzlich benötigt die Krankenkasse von mir die Zusage, dass Sie bei mir einen Therapieplatz erhalten, was ich der Kasse separat zukommen lasse.

Nach den probatorischen Sitzungen muss, wie bei Vertragspsychotherapeuten, von mir ein Antrag auf Psychotherapie gestellt werden. Nach dessen Bewilligung kann die Therapie beginnen.

Gerne informiere ich Sie bei weiteren Fragen.

Hier können Sie einen Termin vereinbaren.

*Als Psychotherapeutin betreibe ich eine Bestellpraxis, in der mit längeren Terminvorläufen gearbeitet wird. Kurzfristig abgesagte Termine können in der Regel nicht neu vergeben werden. Für den Fall, dass reservierte Termine nicht wahrgenommen werden und der Termin nicht anderweitig vergeben werden kann, ist der Klient/Patient nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 615 BGB, sog. Annahmeverzug) verpflichtet, der Therapeutin die hierdurch entfallende Vergütung zu ersetzen.

Wird eine vereinbarte Sitzung versäumt, ohne spätestens 48 Werktagsstunden zuvor abzusagen, so wird die Therapiestunde der Patientin bzw. dem Patienten in Höhe von 60% in Rechnung gestellt.

**Bei Terminen nach 20 Uhr fällt ein Zuschlag von 20% an.